Ein langer Tag, unzählige Eindrücke, viele spannende Gespräche – und mittendrin die Frage: Wie positionieren sich Destinationen im Wettbewerb einer zunehmend komplexen Tourismuswelt? Genau deshalb führte für uns als Strategen, die sich in Projekten mit (neuen) Reisetrends, Destinationsentwicklungen und Standortpositionierungen beschäftigen, kein Weg an der ITB Berlin vorbei.
Die Jubiläumsausgabe der Messe (die ITB feiert 2026 ihr 60-jähriges Jubiläum) brachte rund 5.601 Aussteller aus über 166 Ländern nach Berlin und bestätigte einmal mehr ihre Rolle als globaler Treffpunkt der Branche. Zwischen Destinationen, Technologieanbietern, Reiseveranstaltern und Buchungsplattformen wurde schnell klar: Die Zukunft des Reisens wird von Themen wie klarer Positionierung, persönlichem Engagement, intelligenter Nachhaltigkeit, Künstlicher Intelligenz, (resilienten) Destinationen und maßgeschneiderter Erlebnisorientierung geprägt.
Was dabei besonders auffiel: Erfolgreiche Destinationen präsentieren sich längst nicht mehr nur über Landschaften und Sehenswürdigkeiten – Storytelling, klare Positionierung und strategische Markenführung werden zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Austauschbarkeit ist out. Viele Länder und Regionen nutzen die Bühne der ITB bewusst, um ihre touristische Identitäten neu zu schärfen und sich stärker über Werte, Erlebnisse und Zielgruppen zu definieren. Beispiele: Die große (und zeitgemäß inszenierte) Vielfalt von Bella Italia oder die (so stark nachgefragte) Kontemplation auf den Pilgerwegen Nordspaniens haben uns wirklich überzeugt – da können sich auch die Destinationen Deutschland, Österreich und die Schweiz eine (strategische) Scheibe abschneiden.
Gerade deshalb sind der Besuch vor Ort und die vielen (analogen) Kontakte so wertvoll. Vieles, was man später in Studien oder Branchenanalysen liest, lässt sich auf der ITB bereits beobachten – in Gesprächen mit Vertretenden der Destinationen, in neuen Präsentationsformen und in der Frage, wie sich Regionen im internationalen Wettbewerb positionieren.
Die ITB bestätigt einmal mehr: Tourismus ist ein globales Netzwerkgeschäft – und erfolgreiche Destinationen entstehen dort, wo Strategie, Marke und Erlebnis zusammen gedacht werden. In unserer strategischen Arbeit machen wir genau das.


















